deshalb hier in gebotener Kürze nur das Allerwichtigste:

Honorararzt Dr. med Artur Dietz
Fachrzt für Orthopädie / Physikalische u. Rehabilitative Medizin (PRM)

Chirotherapie - Naturheilverfahren
Akupunktur - Sportmedizin - Psychotherapie

Werinherstraße 126
81541 München

info@artur-dietz.de


Seit Jahresbeginn hat Dott. Sergio Arena, Orthopäde und Unfallchirurg, meine Praxis übernommen www.dr-arena.de. Als frischer Rentner habe ich unverändert Freude am Arbeiten mit Menschen, an Manualtherapie. Deshalb werde ich ab August 2016 als Honorararzt intermittierend und im überschaubaren zeitlichen Rahmen freiberuflich tätig werden. Ich biete meine über dreissig-jährige Erfahrung mit dem Schwerpunkt konservative orthopädische Behandlung an. Mein Schwerpunkt liegt bei Manualtherapie mit osteopathischen Elementen, falls erforderlich auch das übliche orthopädische Spektrum von Neuraltherapie bis zur epidural-caudalen TLA, Akupunktur. Ich hatte viel zu tun mit chron. Schmerzen, etwa CMD-assoziierte Beschwerden und lege Wert auf das Ausschöpfen aller konservativen Therapiemöglichkeiten vor invasiven Proceduren.
Pflichtangaben gem. TMG.
Dr. Artur Dietz
Werinherstraße 126
81541 München
Tel. 089 - 68 00 86 56

Berufsbezeichnung:
Arzt, erworben in Deutschland
Facharzt für Orthopädie und Facharzt für
Physikalische u. Rehabilitative Medizin verliehen in der Bundesrepublik Deutschland

Zuständige Kammer:
Bayerische Landesärztekammer
Mühlbaurstraße 16, 81677 München

Berufsordnung für die Ärzte Bayerns:
auf der Website der Bayerischen
Landesärztekammer,
siehe: www.blaek.de

E-Mail: info@artur-dietz.de
Dr. Artur Dietz

Lebenslauf (long version):

So war´s:
Anfang 1951 in der Frauenstraße in München das Licht der Welt erblickt, in München und dann im Chiemgau aufgewachsen, als Jugendlicher in den 68-er Jahren sozialisiert, später ein Studium der Geisteswissenschaften abgebrochen (´warme Luft´), als Dachdecker gearbeitet, WG-Leben auch als Medizin-Student genossen, den 2. klinischen Abschnitt mit Arbeiten in einem chirurgischen Krankenhaus finanziert und z. Teil ersetzt.

1984 dann chirurgischer Assistenzarzt im Allgäuer Kreiskrankenhaus, einfach nur gut: Adrenalin, Kunsthandwerk, pralle Realität, Notarzt bis hin zum Leben retten, Lernen, Üben; Herausforderungen…

Nach vier Jahren wurd´s mir zu eng in der Chirurgie: ohne den Apparat im Hintergrund steht auch ein genialer Chirurg mit fast leeren Händen da. Der Apparat hat´s in sich, formt und zwingt dich. Spitze Ellenbogen helfen in diesem Gewerbe. Und, richtig alte Chirurgen gibt nicht viel (die professoralen Gestalten ernähren sich von was anderem), und alle zusammen führen die Alkoholiker-Statistiken bei den Ärzten an.

Ich wechselte für 5 Jahre zur Orthopädie-Ausbildung nach Oberfranken, um mehr mit dem ganzen Menschen zu tun zu haben und kam vom Regen in die Traufe, also in eine operativ orientierte Klinik.

Mein Chef war so ehrgeizig, dass er von uns auch die Grundlagen einer anständigen konservativen Orthopädie verlangte, aber sein Fokus lag bei operativen Behandlungen. Allerdings ließ er auch Raum für eigene manuelle Versuche. Zusatzbezeichnungen (Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Therapie) gehörten zum guten Ton.

Ich erlebte einen Milieu-Schaden: am Ende der Ausbildung mit der Orthopäden-Urkunde in der Hand war ich aufrichtig überzeugt, zu wissen, wo´s den Leuten fehlt, was ´richtig und falsch´ ist im Körper und was man lege artis dagegen macht, insbesondere operativ.
Es dauerte Jahre, bis mir aufging, wie wenig vom realen Geschehen ich damit erfasst habe.

Nach einem prolongierten Asien-Aufenthalt (Akupunktur) half ich als lt. Oberarzt beim Aufbau einer Reha-Klinik in Niederbayern, speziell anfangs eine gute Zeit.

Auch mit genügend Zeit, die Patienten gründlich anzuschauen und manuell zu behandeln, zu üben. Es hat Jahre gedauert, bis ich einen Begriff bekam von der Komplexität und Vielschichtigkeit der Steuerungsmechanismen im Organismus, in welchem Umfang die ganz persönliche Geschichte und der soziale Zusammenhang Art und Intensität von Beschwerden prägen. Und damit von der Begrenztheit meiner gelernten orthopädischen Konzepte. Ob eine Hüft-TEP indiziert ist oder ob´s brauchbare Alternativen gibt, hängt von anderen Faktoren ab als vom Röntgenbild.

An der Reha-Klinik lernte ich viel von Physiotherapeuten über die Wirksamkeit qualifizierter Manualtherapie, hab an der KG-Schule unterrichtet und etliche der Standart-Kurse selber absolviert.

Mein Chef warf leider das Handtuch und ich übernahm die Klinikleitung für fast 5 Jahre; die kurz nach Gründung der Reha-Klinik einsetzende ´Reha-Krise´ mit Preisverfall und Kostendruck machte mein Leben nicht unbedingt leichter. Ich konnte aber weitgehend die Medizin machen,die ich wollte.Und die Herausforderung, die Klinik erfolgreich zu führen, hat mich gebitzelt.

Letztlich aber kollidierten meine Vorstellungen von einer anständigen Medizin mit den Gewinn-Erwartungen der privaten Betreiber irreparabel. Und auch ein wirklich exquisites niederbayerisches Spektakel ("hia schreid nur oana, und der bin i“) bekommt auf Dauer seine Längen…..

Nach 2000 erholte ich mich, beendete meine psychotherapeutische Ausbildung, lernte weitere naturheilkundliche Verfahren und arbeitete in einer psychosomatischen Klinik.

2003 übernahm ich Praxis, Personal und Patienten eines Neuperlacher Kollegen, dem´s zu klein war.
Mir war´s recht so und die Kassenzulassung als Reha-Mediziner gab´s umsonst.

Ich verließ meine vertraute Klinik-Umgebung und war beeindruckt, wie anders ambulante Behandlung ist. So stolperte ich weitgehend ahnungslos in eine kassenärztliche Existenz, mit allen Vor- und Nachteilen. Ich verließ meine vertraute Klinik-Umgebung und war beeindruckt, wie anders ambulante Behandlung ist. So stolperte ich weitgehend ahnungslos in eine kassenärztliche Existenz, mit allen Vor- und Nachteilen.

Es ist schön, so vielen in einem so speziellen setting (viel pos. Seelenfutter für den doc) zu begegnen. Man lernt Menschen kennen und darf sie über die Jahre begleiten, bekommt Entwicklungen mit und damit Erfahrung; mitunter ist der Austausch empathisch.; es sind viele Leute, und damit viel kunterbuntes, verschiedenes Verhalten und Konstitution; jeder ist eigen und tickt, wie er´s gelernt hat.

Als Stress-Faktor eine monströse, sich selbst erhaltende Bürokratie (´hungrige Schreibtische´), die mich beim anständigen Arbeiten zunehmend behinderte. Sie versucht Krankheiten und Heilung zu erfassen und ´in den Griff zu bekommen´; wenn die Regulierungen dann nahezu regelhaft scheitern, werden sie durch neue, komplexere ersetzt; denen geht’s nicht anders, aber das System genügt ist´s zufrieden, es geht ja weiter. Der Kern jeder Heilung, die therapeutische Interaktion bleibt da selbstverständlich außen vor.

Allerdings hat´s mich viel Kraft gekostet (> 160.000 € Regress-Forderungen motivieren zum Widerstand). Meine Überschreitungen bei KG-Verordnungen waren sinnvoll und notwendig: die Leut´ haben es gebraucht, meistens hats (manchmal nur vorübergehend) geholfen. Das alleine wär schon Grund genug für ein Rezept, nicht zuletzt im Vergleich mit anderen üblichen Therapieformen. Und wenn es nur bei jedem 30-zigsten eine Operation vermeiden hilft, war das Geld der Kassen bestmöglich investiert, meine Medizin letztlich sehr wirtschaftlich.

Das hat niemanden interessiert; nur meine Überschreitungen der Durchschnittswerte wurden bewertet. Das blieb über Jahre so: ich bei meinem Therapiekonzept, die Prüfungsstelle bei ihren Regressen.

Erfreulicherweise bekam diese kürzlich gehörig eine auf den Rüssel: das Landessozialgericht Bayern verurteilte sie zu Einzelfallprüfungen; damit bin ich aus dem Schneider. Über die Regresse bis 2015 werden Gerichte entscheiden.


So ist´s:
Eines meiner Grundkonzepte ist nil nocere, Behandeln mit möglichst wenig Flurschaden und möglichst non-invasiv.
Ich arbeite schon auch mit den bewährten minimal-invasiven orthop. Methoden, wie Neuraltherapie, TLAs bis zur epidural-caudalen Infiltration, auch mit (meist myofascialer) Akupunktur, aber lieber und vorher manualtherapeutisch mit verschiedenen, auch osteopathischen Konzepten. Meistens reicht das, zusammen mit guter Physiotherapie.

Wenn ich den Leuten ´Leben ist Bewegung´ beibringen kann, bin ichs zufrieden. Und ich fühl mich bestätigt, wenn Neurophysiologen (fast erstaunt) bei immer mehr cerebralen Funktionen eine Mitbeteiligung des motorischenCortex erkennen.

Das weite Feld von Funktionsstörungen hat wohl im Kern eine Minderleistung der körpereigenen Regulations- u. Reparaturmechanismen. Diese wieder anzuregen und Störquellen (Herde) zu beseitigen macht einen Gutteil der Behandlung aus. Und Manualtherapie hat einen besonderen Charme: wenn die vermutete Beschwerdeursache hinreichend behandelt wird, müssen die Beschwerden weg sein oder die Diagnose war unzureichend.

In der Praxis arbeiteten wir (Monika Müller-Pfaffenberger, Ulli Sauer und Wolfgang Binter) seit bald 9 Jahren zusammen, und es war immer ein gutes Zusammensein und -arbeiten.

Seit dem 2. Quartal 2015 habe ich meine Kassenzulassung abgegeben, ab 06/15 arbeitete Dr. Arena mit mir zusammen.

Ab Januar 2016 übernahm Dott. Arena meine Praxis und ich arbeitete bis Ende Juli weiter mit.


So wird’s:

Über den Winter steht ein längerer Asien-Aufenthalt an.

Erholt an ´Haupt und Gliedern´ werde ich ab Frühjahr 2017 sporadisch als Honorararzt weiter im o. g. Sinne an verschiedenen Orten tätig werden. Zumindest hab ich es so vor.



[ ► Lebenslauf short version ]